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Wie baue ich ein Portfolio auf?

  • Autorenbild: Peter Hahm
    Peter Hahm
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Ich werde oft gefragt, wie man ein Portfolio von Aktien, ETFs und Fonds aufbaut. Oft ergibt sich diese Frage als eine Reaktion auf äußere Einflüsse, andere Freunde und Bekannte sind sehr erfolgreich mit dem Wert XY. "Ich vertraue meinem Freund. Sollte ich das auch machen? Gib mir Argumente dafür oder dagegen!"

Solche Entscheidungsvorlagen sind spontan und aus dem Bauch heraus gesteuert und folgen keinem Plan.

Genau das braucht man aber am Anfang - einen Plan.

Dazu gehört :

  1. Ein Abklären der Möglichkeiten: Welcher Betrag steht heute zur Anlage zur Verfügung (nach Abzug eines Sicherheitspolsters)? Welchen Betrag kann ich monatlich / jährlich zurücklegen? Die Minimum-Möglichkeiten beginnen sinnvoll bei 1000 einmalig oder 50 pro Monat.

  2. Ein Abklären des Zeithorizonts Welche Mittel muss ich zu welchem Zeitpunkt flüssig haben? Haus / Auto / Studium der Kinder / Ruhestand.

  3. Was ist meine persönliche Risiko-Toleranz? Kann ich kurzfristige Rückschläge im Portfolio (-10% / -20% / -30% ) mental verkraften?


Klar, jeder will einen möglichst hohen Gewinn ohne Risiko erreichen. Aber ohne Risiko gibt es keinen Gewinn. Durch Streuung verschiedener (möglichst unterschiedlicher Werte) im Portfolio geht das Risiko im Portfolio zurück. Irgendetwas läuft immer. Wenn dem nicht so ist, hast du etwas falsch gemacht bei der Auswahl der Einzelwerte.

Ein typischer, durch Psychologie getriebener Fehler am Anfang ist es, auf hippe, heiß gelaufene Werte zu setzen. Das, was mit Freunden aktuell diskutiert wird. Was in der Zeitung steht. Was alle machen. Also heute: KI, Halbleiter, Crypto, Quantencomputer. Vielleicht noch Verteidigung und Drohnen. Und wenn man meint, ganz konservativ sein zu müssen dann zusätzlich zur Nvidia Position ein MSCI All World ETF mit 29% Anteil US Technologiewerte. Nicht hipp dagegen z.B. Schwellenländer oder z.B. Chemie.

Hippe Anlagen bewegen sich stark im Gleichlauf. Wenn die Leute raus wollen, dann alle gleichzeitig. Da hilft dir der MSCI World auch nicht, wenn der genauso leidet.


Ich plädiere also dafür, sich zunächst einmal zu überlegen, wieviele Positionen man im Portfolio haben will. Bei einem geringen Anlagebetrag vielleicht 2. Für ein Altersvorsorge-Depot vielleicht 10? Oder 20? Ab 25 wird es unübersichtlich.


Dann würde ich mir überlegen, wie ich das prozentual aufteile. USA, Deutschland, Asien evtl. auch Emerging Markets.


Als nächstes würde ich mir überlegen, auf welche Branchen ich das aufteile: Technologie, Chemie, Rohstoffe. Im Falle eines kleineren Betrages reichen dann auch ein oder zwei ETF, dann auch gern ein Weltweit-Index mit hohem Tech-Anteil.


Und bitte wählt den Mix so, dass nicht nur das, was alle machen im Portfolio landet! Vielleicht versucht ihr das auch zunächst einmal mit einem Musterportfolio. Gibt es z.B. bei vielen Onlinebanken, Informationsportalen oder Wikifolio.


Und vielleicht befassen wir uns im nächsten Blogposting ein wenig mit der Mathematik für das Erstellen effizienter Portfolios.





 
 
 

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